Frankfurt tanzt den Squaredance, könnte man meinen. Denn Angesichts einer famosen Immobilien-Namensänderungen in der Main-Metropole, die nicht nur einen Sternekoch ins Schwitzen und sich selbst in alle Medien gebracht hat, haben wir gerade genauso viele Fragezeichen im Gesicht – wie bei Cowboybehüteten Frankfurtern im synchronen Stechschritt.
Die richtigen Namen für Immobilien zu finden, auf Businessdeutsch “Naming”, ist nicht immer leicht, für DERFROSCH auch nicht. Denn dieser Name repräsentiert zukünftig als Erstes auch immer die Marke dieser Immobilie. Benötigen Immobilien überhaupt Namen? Nun, ein Name gibt einer Immobilie Identität, Image und individuelle Persönlichkeit, so wie bei uns Menschen auch.
Nun also die Namensänderung des Airrail-Center Frankfurt zu “The Squaire”, und dieses auch noch mitten in der Projektphase. Befindet sich das Airrailcenter etwa im Zeugenschutzprogramm?
Mann kennt das ja aus diversen Hollywood-Produktionen und klischeebedienenden Werbespots – irgendwas läuft schief und es muss eine neue indendität her, und zwar schnell! Aus Hans Meier wird Klaus Müller, zusätzlich zum neuen Namen erhält Klaus Müller eine Gesichts-OP nebst Körpermodelling und danach erkennt ihn kein Mensch mehr. Der “alte” Hans Meier ist somit inklusive seiner Vergangenheit ad acta gelegt.
Was im Film ansatzweise funktioniert, funktioniert in der Immobilienbranche eben nicht. In FFM firmierte bisher eine Neunstöckige Vorzeige-Immobilie als Airrail-Center. Ein 660 Meter langer Gigant in exponierter Lage mit exponierten Design- und der Name, der passte sogar zum Standort. “Air” für Luft – “Rail” für Schiene, so einfach und so gut! Warum also jetzt, mitten im Geschehen der Switch, warum die Namensänderung? Man muss bei dieser Frage dazu sagen, dass die Größenordnung bei diesem “Vorhaben” sogar branchenintern mehr als nur “bestaunt” wird – im Gegenteil: Kopfschütteln und Sätze wie: “Das könnte man nicht mal mit Abramowitsch’ Geld stemmen.”, sind in der Tagesregel.
Ein Ansatz zur Erklärung, warum nun der Name geändert wird, wird nicht kommuniziert, man verzichtet auf Aufklärung, immerhin ist der neue Name einfach besser – das muss reichen. Wir, DERFROSCH, beteiligen uns nicht an den Spekulationen über die 3 großen “W”:
Wieso? Weshalb? Warum? Wir geben unser Statement hinsichtlich eines Namings ab, welches ein Projekt überstehen und Substanz in sich tragen sollte.
Achten Sie bei Ihren Projekten zukünftig von Beginn an darauf, dass Sie diesen ab einer gewissen Investionssumme einen professionellen Namen geben und eben nicht, wie wir es aus erfahrung kennen, Omas Vornamen mit Opas Nachnamen koppeln oder noch besser, einfach die Hausadresse in das Naming “einfließen” lassen.
Weiterhin legen Sie bitte Wert darauf, dass der Name bestand hat und nicht wie im vorliegenden Fall mitten in der Projektphase “einfach so” geändert wird, denn dieses Vorgehen zeugt von offensichtlichen Fehlern, die dann nur zu gern von der Presse aufgegriffen werden. Und was dann alles mit an die Oberfläche aufgeschwemmt wird, vom ungewollten, negativen Medienrummel einmal ganz abgesehen, dass ahnen Sie heute bestimmt noch nicht. Nicht, dass Sie am Ende noch den Square-Dance üben müssen.
DERFROSCH gibt Haltungsnoten: Für inkonsequentes und substanzloses Naming mitten in Frankfurt am Main geben wir fünf volle Quaks – selten so gewundert, selten so diskutiert und selten so …


[...] Naja, zugegeben, angesichts der heutigen Headline könnte man meinen, wir beim DREMB hätten am Montagmorgen mal wieder zu tief in die Kaffeetasse geguckt, aber wir wären nicht wir, wenn an dieser Frage nicht etwas dran wäre. Zumal das auch heute wieder aufgegriffene Thema “Naming”, hier bei uns ein ganz besonder… [...]
[...] sicherlich genauso wie bei den um Millionen geprellten Anlegern. Womit wir wieder beim DERFROSCH-Favorit, dem Naming wären und hier wieder einmal unterstreichen müssen, wie wichtig im Immobilienmarketing die [...]