Archiv für Juli 2010

12 Models für New York!

Samstag, 31. Juli 2010

Ja sauber, das nennen wir mal innovatives Immobilienmarketing. Auf jeden Fall ist uns eine so glänzende Performance, wie die der IMAGINATION NYC schon schon lange nicht mehr über den Marketingcatwalk gelaufen. Um Zac Posen‘s neue Loft-Apartments mit dem schicken Namen 16w21, weil in New York an der 16. West und 21. Street gelegen, an noch schickere Leute zu bringen, bindet man die Zielgruppe kurzerhand in das Marketing direkt ein. In smarten, sekundenkurzen und Stop Motion animierten Filmchen, stellen die 12 Models – sprich- Püppchen, urbanes, hippes und komplexes Leben in eben diesen Apartments dar. Wobei die Begrifflichkeit “Model” hier mehr auf die Sinnbildlichkeit des “Modells” in Reinform zu münzen ist. Warum teure Models durch hochauflösende 3d-Animation staksen und die Immobilie realitätsfern erahnen lassen, (sie war bei Kampagnenstart nämlich noch nicht fertig)?

So in etwa haben es sich die Marketingentscheider von 16w21 wohl auch gedacht, und sich für die Variante: “Stellen wir das Leben mit all seinen Facetten in Miniatur mit Minicharakteren in Mininachbauten unserer Apartments einfach vorstellbar nach!” – und bekommen von uns mit 5 vollen Quaks Recht und Respekt – für eine Kampagne, die hierzulande Ihresgleichen sucht. Das tolle daran, ist auch die geniale Idee darin. So werden die insgesamt 5 verschiedenen Videos nur in Taxen, die höchstens 10 Blocks rund um die Immobilie 16w21 im Einsatz sind und Online gezeigt! Dazu kommt eine Kampagne, die in Print-Auszügen aus Video-Szenen besteht und als Immobilien-Anzeige in diversen Publikationen zu finden ist. Sinn und oberstes Ziel dieser Art von absolut spezifischer “Videobotschaft”, ist die von vorn herein gebotene Zielgruppenidentifikation mit sich selbst und somit auch der Immobilie. Böse Zungen könnten angesichts solch eingeschränkter und zielgerichteter Kampagne, etwas elitäres Gehabe unterstellen, führt man sich allerdings die Liste mit den Ausstattungsmerkmalen von Immobilie/Apartments zu Gemüte, ist eh klar, dass sollte dieser Eindruck erweckt werden – es wohl Absicht ist.

Alle Videos hier und die verantwortlichen Projektmanager (MA) hier!

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Nie mehr Leerstand – es kann so einfach sein

Mittwoch, 28. Juli 2010

Wie das geht, sagt euch jetzt der Olli:

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Projektmanager aller Länder: LEST!

Montag, 26. Juli 2010

Ha! Jetzt aber! Jetzt kaufen und lesen wir alle ein Buch, dass uns zu echten Immobilienmarketing-Experten macht, oder? Geht es nach Professor Schulte, wissenschaftlicher Leiter der irebs IMMOBILIENAKADEMIE GmbH, die Weiterbildungsprogramme für die Bau-, Immobilien- und Finanzwirtschaft veranstaltet und insbesondere die berufsbegleitenden Kontaktstudiengänge Immobilienökonomie sowie Corporate Real Estate Management/Facilities Management anbietet, gehört sein “Handbuch Immobilien Marketing” auf die Nacht,- Schreib- und Besprechungstische aller Marketingagenturen im Immobilienbereich. Grundsätzlich gehen wir mit seinem Anliegen konform:

Die Bedeutung des Immobilien- Marketing wird angesichts der Marktentwicklung immer größer. Außerdem wird zunehmend berücksichtigt, dass jede Phase des Immobilienzyklus ein zielgerichtetes Immobilien- Marketing erfordert.

Ob aber ein 1102-Seitenlanges Handbuch ausreicht, die Apfel fallen, den Drachen steigen und die Glocke klingeln zu lassen, bleibt angesichts der existenten Resistenz mancher Projektmanager hierzulande in Sachen “Immobilienmarketing” leider fraglich! Sein Handbuch ist ohne gleichen eine lohnenswerte Investition, allerdings nur für die, die bis heute nicht begriffen haben (oder einsehen wollen), dass Immobilienmarketing eben mehr ist, als dass ein Haufen Steine eine Immobilie ergibt. 5 volle Quaks für Engagement und Wissen, dass auch wirklich welches ist!

Also, Projektmanager aller Länder: LEST!

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Schief gewickelt und falsch gehängt!

Mittwoch, 21. Juli 2010

Was haben Nicki Lauda, Michael Schumacher und Boris Becker gemeinsam? Ihre Konterfeis hingen gemeinsam in Dubai als Werbetestemonials für einen Immobilienfondanbieter an diversen Hochhausimmobilien. Nun, da sich dieses Projekt als gigantischer Schwindel herausgestellt hat, werden sie wohl nicht gehängt, wie in manchem Emirat böser Betrug noch geahndet wird. Dennoch, ein fader Beigeschmack bleibt. Bei den Protagonisten sicherlich genauso wie bei den um ein Vermögen geprellten Anlegern. Womit wir wieder beim DERFROSCH-Favorit, dem Naming wären und hier wieder einmal unterstreichen müssen, wie wichtig im Immobilienmarketing die Namensgebung an sich ist, und diesmal nicht nur auf der Habenseite der Immobilien sondern auch vielmehr auf der des Namensgebers.

Ausführliche Informationen zur Pleite im Namen großer Sportler und den Bemühungen der Bielefelder Staatsanwaltschaft in Verbindung mit “Alternative Capital Invest”, dem Fondanbieter mit “Millionen”-Immobilien in Dubai, lesen Sie hier.

DERFROSCH-Voting? Ganz klar: 0 Punkte!


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DERFROSCH fragt: Wie doof ist das Volk?

Montag, 19. Juli 2010

Naja, zugegeben, angesichts der heutigen Headline könnte man meinen, wir beim DREMB hätten am Montagmorgen mal wieder zu tief in die Kaffeetasse geguckt, aber wir wären nicht wir, wenn an dieser Frage nicht etwas dran wäre. Zumal das auch heute wieder aufgegriffene Thema “Naming”, hier bei uns ein ganz besonders beliebtes ist!

Warum so sarkastisch – nun – und damit kommen wir zur Frage hinsichtlich der Intelligenz des Volkes; man hat sich seitens der LBBW Immobilien und der Münchener Abendzeitung eine ganz tolle Aktion ausgedacht: 4 Namen für die einzelnen Passagen unter dem Stachus? Soll sich doch das Volk was einfallen lassen, dem “Gewinner” kaufen wir dann seinen erdachten Namen für ein Preisgeld in Höhe von 1.000,00 EUR einfach ab. Ganz schön preiswert, und billig obendrein!

Angefangen hat die Geschichte, welche schließlich zu dieser Frage führte, mit den kürzlich fertiggestellten Stachus-Passagen in München. Was ansich nichts schlimmes vermuten lässt, außer vielleicht – das Baby hat bis dato noch keinen Namen, lässt sich jedoch beim näheren Hinblick, eine unschmackhafte Farce durchschmecken. Das klingt jetzt vielleicht komisch und ist es schließlich auch, also zumindest in der Kategorie “Die lustigsten Ideen für innovatives Naming im Immobilienmarketing” ist dieser Aktion die goldene Himbeere sicher!

Dem ersichtlichen Vorteil der Aktion, dem Preis, steht die Frage nach des Volkes Talent im Immobilienmarketing gegenüber. Schließlich hätte “zuviel” Demokratie in der Namensfindung auch schon mal zu Bundeskanzlern wie “Horst Schlämmer” geführt …

5 volle Quaks für kostengünstiges Naming minus 3 Quaks für schlecht getimte Demokratie = 2 Quaks!

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Hörst Du sie noch schreien?

Freitag, 16. Juli 2010

Wer jetzt ein Gewaltverbrechen vermutet, liegt leider gar nicht so falsch. Tatsächlich ist unser heutiges Thema die Umgestaltung einer geschichtsträchtigen Erfurter Immobilie. Der ehemalige Stasi-Knast, sprich das Gefängnis der ehemaligen DDR-Staatssicherheit in der Erfurter Andreasstraße mit Blick auf den Domplatz, wird für 11,5 Mio Euro durch die OFB Projektentwicklung (FFM) in ein Büro- und Verwaltungsgebäude umgewandelt, mit dem Vorteil, dass die neuen “Insassen” freien Blick auf das Dom-Severiensemble haben werden.

Sicherlich, der Ex-Knast hat eine  Menge Standort Vorteile zu bieten: Dom- und Altstadt liegen vis á vis, ausreichend Parkplätze direkt nebenan und der öffentliche Nahverkehr mit einer seiner zentralsten Haltestellen in Erfurt ist nur einen Katzensprung entfernt. Hier sieht die OFB auch die prädestinierten Merkmale seiner Immobilie und hofft mit diesen Arztpraxen, Anwälte und andere gewerbliche Mieter zu finden.

Wie die Immobilienzeitung berichtet, erfolgte nun die Freigabe der Immobilie durch die Stadt Erfurt, ist mit dem Schlussstrich unter einem Jahre andauernden Diskurs gleich zu setzen. Rund 7.300 qm Fläche galt es zu verteilen und die OFB hat mit rund 3.700 qm davon mehr als die Hälfte davon zur Umgestaltung zugesprochen bekommen. 650 qm im ehemaligen Kommandantenhaus gehen nach der Sanierung, die im September 2011 abgeschlossen sein soll, an eine polizeiliche Beratungsstelle und den Kontaktbereichsbeamten. Auf den verbleibenden knapp 3.000 qm Fläche wird eine Gedenk- und Bildungsstätte unter der Trägerschaft der Stiftung “Gedenken – Erinnern – Lernen. Thüringer Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur” errichtet.

Ob diese Maßnahmen allerdings ausreichen, auch den zukünftigen, gewerblichen Mietern in diesem Gebäude, den Zugang zu diesem und seiner Geschichte im wörtlichsten Sinne, zu gewährleisten, in dem man die Gefängnismauer einreißt und eine große, helle Lobby als Entree baut, bleibt den neuen “Insassen” nur zu wünschen.

DERFROSCH urteilt im Namen des Immobilienmarketing und 3 von 5 möglichen Quaks, nicht als Wertung, sondern vielmehr als Denkanstoß.

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“Woanders is auch Scheisse!”

Donnerstag, 15. Juli 2010

Okaaaayyyyyhhh! Kann man machen, muss man aber nicht. Auf 4 großen, typischen Plakatwänden am Straßenrand in der beschaulichen Gemeinde Bönen, verkündet Immobilienmakler Schmidt sein Heimatort Bönen sei auch nicht besser als andere. Nur bedient er sich nicht den prosaischen Möglichkeiten der Deutschen Sprache, nein, er schreit förmlich hinaus, dass es woanders auch “Scheiße” (O-TON!) sei.

“Woanders sind die Nutten auch nicht billiger als bei uns!”, wäre wohl die adäquate Antwort auf Stephan Schmidt’s, wie gesagt Immobilienmakler in Bönen, derzeitige Marketing- ähm Anzeigenkampagne.

Gemäß dem Motto “Sex sells!”, sprich, einfach platt und ordinär verbal zu entgleisen, hat es Herr Schmidt geschafft, das Sommerloch diverser regionaler Blätter mit seinem “Scheiß” zu füllen. Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle, immerhin lässt sich sein Motto dann auch auf seine Internetpräsentation anwenden: “Andere Immobilienwebsites sind auch Scheiße”…

Kopfschüttelnde 0 von 5 möglichen Quaks für sog. Immobilienmarketing, dessen Verzweiflungsschreie noch hier bei uns zu hören sind.

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Mein Haus! Mein Auto! Mein Autohaus?

Mittwoch, 14. Juli 2010

Ohha! Aus Architektur wird Carchitektur und überhaupt, ist es mal wieder ein Österreicher, der bei DERFROSCH so richtig Eindruck hinterlassen hat. Einen positiven wohlgemerkt und das schafft nicht jeder. Ingenieur Markus Voglreiter, seines Zeichen Stadtbaumeister und architektonischer Feingeist mit unternehmerischen Dependancen in Salzburg und Wien, hat in diesem Projekt seine Vorliebe für den VW Beetle ganz und gar wirken lassen. Von außen mag das “Autohaus” fast putzig wirken, innen entfaltet es unerahnte, räumliche Möglichkeiten. Genutzt wird  “The Car”, so sein offizieller Name, derzeit als Restaurant, Bar und Café.

DERFROSCH vergibt für diese, über Landesgrenzen hinaus Aufsehen erregende Architektur mit erhöhtem Marketingpotential und proportional eher niedrigem Immobilienmarketingbedarf, 4 von 5 möglichen Quaks.

Bild/Quelle: http://www.inewidea.com/2010/06/07/31395.html

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Raus aus der Platte! Rein in die Platte!

Dienstag, 13. Juli 2010

Die Platte, und damit ist jetzt nicht der gute alte MP3-Vorgänger in Vinyl, sondern vielmehr der ostalgische, aber in West- wie Ostdeutschland gleichermaßen verpönte und vorhandene “Plattenbau” gemeint. Dabei gibt es doch Wege und Mittel, die achso ungeliebte und vorverurteilte Wohnscheibe attraktiv und interessant unter die Leute zu bringen. Uns ins Froschauge gesprungen und somit DERFROSCH auf Guerillataktische Marketingmaßnahmen und Ideen gebracht, hat dahingehend die Kunst von EVOL.

Als eigentlich studierter Produktdesigner, zählt die Sprühdose seit über 15 Jahren zu EVOLs Lieblingsarbeitsmitteln, seit 2003 in Verbindung mit aufwändigen, mehrschichtigen Schablonen. Am bekanntesten sind sicherlich die zu Plattenbauten umgestalteten Stromkästen im öffentlichen Raum. www.evoltaste.com

Für effektvolle Kunst, die Assoziationen schafft, in Erinnerung bleibt und überaus vital ist 4 von 5 Quaks!

Bild/Quelle: http://www.inewidea.com/2010/04/14/30208.html#more-30208

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Günter Behnisch ist tot – Ein Nachruf:

Montag, 12. Juli 2010

Günter Behnisch sei am Montagmorgen im Alter von 88 Jahren gestorben, sagte sein Sohn Stefan Behnisch und bestätigte damit Informationen der „Stuttgarter Zeitung“. Behnisch galt als einer der führenden deutschen Architekten der Moderne, unter anderem bekam er mehrfach den Deutschen Architekturpreis. Weltweite Bekanntheit erlangte er 1972 durch den Bau des Münchner Olympiastadions.

Den ganzen Artikel hier lesen. Weitere Informationen zu Günter Behnisch und sein Wirken auch hier.

Olympiapark München

Bild: Hannelore Dittmar-Ilgen / pixelio.de

Quelle: stj/dpa

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